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Buchtipps - Jugendbücher

31. August 1999! Es ist heiß, eigentlich ist der „Place to be“ das örtliche Freibad. Aber nicht für Pascal, den alle nur Krüger nennen. Seit vielen Jahren geht er nicht mehr schwimmen, flüchtet sich lieber in Geschichten, die er in seinem Buch aufschreibt, von denen aber niemand weiß. Nicht einmal sein allerbester Freund Viktor. Das Leben scheint so langweilig zu sein, bis die beiden auf Jacky treffen.

Die 18jährige Daunis Fontaine will mit ihrer besten Freundin in das erste College-Jahr starten, als (noch) eine furchtbare Tragödie geschieht. In ihrer persönlichen, beruflichen und Stammes-Entwicklung wird sich Daunis nicht mehr nur auf die Hilfe von ihrer weißen und Native-Familie verlassen können, sondern ist wieder mal auf sich selbst gestellt.

Der 14jährige Arnold Spirit, genannt Junior, lebt in mehr als zwei Welten und versucht das überall zu vermitteln. Bedrückend ist das Thema Alkohol, erfrischend der Humor. Diversität also in allen Bereichen! Begeistert haben mich auch die Schulen, die o.g. Buch als Klassenlektüre ausgewählt haben. Empfohlen von Katja Müller

Für junge und junggebliebene Leser*innen gibt es einen guten Verlag: Der Drachenmond Verlag. Hier kann man nette, unterhaltsame Romane im romantischen, fantastischen und märchenhaften Genre entdecken. Es veröffentlichen dort eher bislang unbekannte Autorinnen und Autorern, aber die Unterhaltung ist nett, locker und lenkt vom Alltag ab. Im o.g. Titel bekommt man eine witzig-romantische Geschichte in der heutigen Zeit erzählt, die auch ein wenig Tiefgang hat.

Hamburg 1939 - 1953. Es gab, gibt und wird es auch immer geben, diese Gruppe von lebenslustigen und -hungrigen jungen Menschen, die eine Ausgelassenheit, Freude, Witz und Respektlosigkeit haben, brauchen oder in sich tragen und mit dem/ihrem Schicksal ganz anders umgehen, als manch anderer es je könnte. Sie sind schon bewundernswert, diese Geister, die sich nicht unterkriegen lassen und immer einen flotten Spruch auf den Lippen haben.

Nachkriegszeit in einem Hamburger Viertel, es geht um Jakob, der sich allein in Trümmern versteckt, um Herrmann, dessen Vater verkrüppelt aus dem Krieg heimgekommen ist und um Traute, deren Familie in ihrer Wohnung Platz machen muss, für Flüchtlinge aus Ostpreußen.

Dunkelnacht spielt in der bayerischen Kleinstadt Penzberg, an drei Tagen Ende April 1945. Die geschilderten Ereignisse sind möglichst nah am tatsächlichen Geschehen dargelegt, vieles ist wirklich so passiert. Es ist aus Sicht von Jugendlichen geschrieben, wie sich eine Dorfgemeinschaft von Angst, Sorge und Zögerlichkeit getrieben, nach wie vor von unbarmherzigen Menschen missbrauchen lässt.

Schon das erste Bild von Debbie führt uns mitten in ihre Geschichte hinein. Sie sitzt in einer belebten Umgebung unter einem Baum und liest. Ihr Laptop, der Rucksack, ihre Hefte und Stifte sind um sie herum verstreut. Sie schenkt ihnen keine Beachtung, Sie ist in die Lektüre ihres Buches vertieft. Gekonnt geht diese Graphic Novel mit dem Thema: "Introvertiert" um. Man versteht sehr schnell, was für Debbie schwierig ist. Man sieht es ihr an der Nasenspitze an. Wir begleiten sie auf ihrem Weg von der Schulzeit bis in die Ehe.

Poppy ist die Auserwählte. Sie ist die einzige, die das Königreich vor dem Untergang retten kann. Doch ist sie auch einsam, denn sie darf sich, aufgrund ihrer Stellung, mit niemandem austauschen. Außer zu den Obersten der Stadt und der Priesterin hat sie nur zu ihrer Gesellschafterin und ihren königlichen Wachen Kontakt. Doch Poppy ist auch furchtlos und ohne ihren Schleier erkennt sie nachts in der Stadt niemand. Auf einem ihrer nächtlichen Ausflüge lernt sie Hawke kennen, den jungen Mann der Wache, dem sämtliche junge Gesellschafterinnen hinterherschmachten.

Die 17jährige Hannah erwacht in einer leergefegten Stadt, in Houston ist sie der einzige Mensch. Von anderen gibt es kein Lebenszeichen, bis sie beim Besuch in der Buchhandlung auf Leo trifft, der im benachbarten Music-Store auf der akustischen Gitarre wunderschöne Songs sing. Gemeinsam streifen sie durch die leeren Straßen, schauen sich ein Museum an, erkunden ein Festivalgelände. Obwohl sie total verschieden sind und sich in der Schule nur von weitem kennen, kommen sie sich näher, können dem Anderen eine Seite von sich zeigen, die  sie bislang verborgen haben.